Die Voruntersuchung ist die Basis jeder erfolgreichen Restaurierung.



Historische Gebäude erzählen Geschichten – verbergen aber oft auch Geheimnisse. Um Überraschungen während der Bauphase auf ein Minimum zu reduzieren und planbare Informationen für die Ausführung zu schaffen, ist eine auf Ihre Situation angepasste, professionelle Voruntersuchung oft sinvoll. Sie schützt den historischen Wert Ihres Objekts und bietet Ihnen Klarheit für Ihr Bauvorhaben oder Ihre Kaufentscheidung. 


In der Regel führen vier aufeinander aufbauende Elemente zum Ziel:

  • 1. Bestandskartierung (Was ist da?)
    Die Erfassung und Dokumentation des Ist-Zustands.


  • 2. Zustandskartierung (Wie ist es?)
    Die detaillierte Analyse von Schäden, Holzfeuchte, statischen Schwachstellen aber auch Möglichkeiten

  • 3. Maßnahmenentwicklung (Was können wir machen?)
    Die Entwicklung eines maßgeschneiderten, denkmalgerechten Sanierungskonzepts.

     4. Kostenplanung (Was kostet es?)

     Eine transparente und verlässliche Kalkulation, die Ihnen von Anfang an         finanzielle Klarheit bietet. 

Bestandskartierung

-Maßstabsgerechte Erfassung des Ist-Zustands (Photogrammetrie)
-Holzquerschnitte
-Holzalterbestimmung (Dendrochronologie)
-Setzungsüberwachungen (Monitoring)
-Probenetnahmen 

Zustandskartierung

 
die darauf aufbauende Zustandskartierung zeigt Schäden, Verformungen und alte Reparaturen des Gebäudes oder Gebäudeteile und bewertet diese. 

 Schädigungen durch Pilze, Insekten, Überlastungen, Bewitterung

Maßnahmenenticklung

 
mögliche Reparaturvarianten
Materialien und deren Mengen können abgeleitet werden 


Kostenplanung

 Erst wenn feststeht, was gemacht wird, können die Maßnahmen möglichst  realistisch beziffert werden.  

Diese fundierte Kalkulation minimiert das Risiko unvorhersehbarer Kosten von vornherein und bietet Ihnen eine realistische wirtschaftliche Orientierung für Ihr Budget.


 

 


Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Minimiertes Kostenrisiko: Sie tappen nicht im Dunkeln, sondern bauen auf einer realistischen Budgetgrundlage auf.

  • Fundierte Kaufentscheidung: Sie wissen schon vor dem Kauf einer Immobilie genau, worauf Sie sich einlassen.

  • Sichere Planung: Sie erhalten klare, belastbare Daten für alle weiteren Handwerks- und Architektenleistungen.

  • Schnellere Behördenwege: Eine fachgerechte Dokumentation erleichtert und beschleunigt die Abstimmung mit dem Denkmalschutz.

  • Substanzerhalt: Es wird nur repariert, was nötig ist – das schont das historische Original und Ihren Geldbeutel. 


Einblick in unsere Untersuchungsmethoden

Um eine effektive und fundierte Aussage zur Beschaffenheit Ihres Gebäudes oder einzelner Bauteile wie Fenster, Türen, Dielenböden oder Treppen treffen zu können, setzen wir auf bewährte, substanzschonende Untersuchungsmethoden:


  • Bohrwiderstandsmessung zur Bewertung der Holzfestigkeit 
  • Holzfeuchtemessung Um versteckte Feuchtigkeit und die Ursachen für Verformungen oder Fäulnis exakt zu lokalisieren.
  • Schadensdiagnostik am Bauteil: Gezielte Prüfung auf Schädlingsbefall (z. B. Anobien oder Pilze) 
  • Verbindungskontrolle: Analyse der historischen Holzverbindungen, Beschläge und Schlösser auf ihre mechanische Stabilität.
  • Endoskopische Untersuchung von schwer einsichtigen Bereichen

Bohrwiderstandsmessungen

aus dem aufgezeichneten Bohrwiderstand lässt sich auf die Festigkeit des Holzes   

und somit auf Belastbarkeit und weitere Verwendungmöglichkeiten schließen
 



Dendrochronologische Proben

geben Auskunft über das Fälldatum der verwendeten                          Bäume 

  
 



            und somit über die Bauzeit, der Gebäude 
            1,2       =  1803d
            3,4,5   =  1698d
            6,7      =  1803d

Endoskopie 

zerstörungsfreie Einblicke in Bereiche die ansonsten nur durch Bauteilöffnungen sichtbar wären

            nicht mehr kraftschlüssige Holzverbindung 

Messung der Holzfeuchte

eine dauerhaft erhöhte Holzfeuchte kann zu Schädigungen durch holzzerstörenden Pilze und Insekten führen

die Holzfeuchte ist eine wichtige Größe um den Zustand eines Gebäudes ganzheitlich erfassen zukönnen


 

Hier wurde ein Bereich gemessen der durch einen holzzerstörenden Pilz geschädigt wurde. Aus dem niedrigen Wert der Holzfeuchte, einer Endoskopie der Schadstelle und der Baugeschichte lässt sich ableiten das der Schaden durch den Pilz 
seit ca. 210 Jahren erloschen sein muss.  

Monitoring

Feststellung und Überwachung von Bewegungen, Verformungen und Setzungen im Gefüge

werden in intervalen abgelesen, bewertet und geben Auskunft über den Handlungsbedarf 

Wärmebildtechnik

     gibt überschlägliche Eindrücke von Oberflächentemperaturen

     und potenziellen Wärmebrücken